MEGAHERZ Luspatercept – medizinische Visualisierung
Große Welt, kleiner Maßstab
Die Herausforderung bei medizinischen Visualisierungen besteht darin, dass man meist gebeten wird, komplexe Situationen zu erklären, über die man selbst keinerlei Kenntnisse hat. Glücklicherweise wurde uns für dieses Projekt - eine erklärende Darstellung der Wirkungsweise eines neuen Medikaments - ein visuelles und leicht verständliches Storyboard zur Verfügung gestellt, das uns durch die Animation und den Produktionsprozess der benötigten Assets führte. Eine absolute Notwendigkeit bei dem komplexen Thema, aber dennoch eine lohnenswerte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Design.
Morphen von Phase zu Phase
Um die Reifung der roten Blutkörperchen zu zeigen, wünschte sich der Kunde einen One-Shot, so dass ein Austausch von Assets während eines Schnitts nicht in Frage kam. Ich musste einen Weg finden, dasselbe Modell durch verschiedene Stadien laufen zu lassen, während ich die ganze Zeit mit der Kamera darauf fokussiert blieb.
Am Ende habe ich jede Phase in <emMudbox</em modelliert, wobei ich darauf geachtet habe, immer dieselbe primitive Kugel als Basis zu verwenden. Da ich plante, das Morphing-System von Cinema 4D zu nutzen, um jede Phase kontinuierlich durchlaufen zu können, war dies notwendig, um seltsame Polygonbewegungen und Artefakte auszuschließen.
Ein paar manuelle Keyframe-Animationen in Kombination mit animiertem prozeduralem Rauschen sorgten für den endgültigen organischen Look.
Protein-Datenbanken
Da sich die Animation vor allem an medizinisches Fachpersonal richtete, durften wir uns keine Freiheiten mit dem Aussehen der einzelnen Elemente herausnehmen. Sogar all die bunten, blubberhaften Proteinstrukturen mussten so dargestellt werden, wie sie offenbar wirklich aussehen.
Glücklicherweise konnte der Kunde hier helfen, indem er uns auf spezielle Open-Source-Datenbanken hinwies, in denen bereits exakte 3D-Modelle dieser Strukturen verfügbar waren: eine große Zeitersparnis!
Leere Räume füllen
Es gibt mehrere visuelle Hilfsmittel, die dazu beitragen können, das Gefühl zu vermitteln, in einen Mikrokosmos zu blicken. Um den endgültigen Look zu erreichen, verwendeten wir eine Kamera mit großer Tiefenschärfe sowie volumetrischen Nebel und einige God-rays, die später, da wir die Software ohnehin für die getrackte Typo-Animation verwendeten, in Adobe Aftereffects zusammengesetzt wurden.
Dennoch brauchten wir eine Menge Assets in verschiedenen Größen, um all diesen leeren Raum zu füllen und die Konzeptidee zu verkaufen. Mit instanzierten Modellen aus Kit-Bash-Bibliotheken und früheren Projekten - hauptsächlich wieder mit Hilfe von prozeduralem Rauschen animiert - konnten wir die Animation in endlicher Zeit umsetzen.
KUNDE
DATUM
- 30/06/2021
SOFTWARE

Maxon Cinema 4D

Autodesk Mudbox

Redshift

Adobe Aftereffects
AUFGABEN
- AnimationCompositingModeling/SculptingShading/LightingTexturingVFX




